95% der Patienten, die ein neues, künstliches Hüftgelenk brauchen, können von Oberarzt Dr. Alexander Zembsch mit einer Amishüfte versorgt werden.
Dr. Zembsch operiert die Amishüfte seit 2008 mehrmals wöchentlich und verfügt als Spezialist für die Amis-Methode und minimal invasive Hüftoperationen und Hüftarthroskopie über einen großen Erfahrungsschatz. Diese große Erfahrung und vor allem die häufige und regelmäßige Operationstätigkeit ist bei der Amis-Methode sehr wichtig, da es sich hier um eine hochentwickelte Spezialmethode handelt, und nur ein geübter orthopädischer Chirurg das beste Ergebnis für seine Patienten erzielen kann. Je geübter und erfahrener ein Operateur, desto sicherer ist die Operation für den Patienten!
AMIS: Früher wieder mobil durch optimal schonende Hüftchirurgie
„„Anterior Minimally Invasive Surgery”, bezeichnet eine Form von schonender “Knopflochchirurgie”, die über einen Zugang von vorne zur Hüfte geschieht. Während bei anderen Operationsmethoden Muskeln eingeschnitten oder durchtrennt werden müssen, lässt AMIS die Hüftmuskulatur intakt, sodass keine langen Heilungsphasen für die Muskulatur mehr notwendig sind. Einer raschen Rückkehr in gewohnte Tätigkeiten steht somit nichts im Wege.
Hüftoperationen gehören zum täglichen Brot der Orthopäden. Schließlich ist das große, tragende Gelenk bei vielen Menschen Belastungen ausgesetzt, die zu schmerzhaften Abnützungserscheinungen (Arthrose) der Knorpelschicht an der Hüftgelenkspfanne und am Oberschenkelknochen führen. Anfangs führt der Gelenksverschleiss während Belastungen zu Schmerzen, später auch in belastungsfreien Phasen. Schlimmstenfalls kann sich schließlich eine Versteifung des Hüftgelenks einstellen.
Sind die Schmerzen und/oder Einschränkungen der Hüftgelenksfunktionen stark ausgeprägt, heißt es oft: „Eine neue Hüfte muss her.” Mit dieser Diagnose müssen sich jährlich rund 500.000 Patienten in Europa bzw. 15.000 in Österreich auseinandersetzen. Die Implantation einer Hüftendoprothese ist gerade für ältere Patienten, die häufig unter einer Coxarthrose leiden, eine einschneidende Erfahrung, verbunden mit dem zumindest zeitweiligen Verlust von Mobilität und Alltagstauglichkeit.
Für den Eingriff kommen unterschiedliche Operationstechniken zum Einsatz, konventionelle oder – vor allem seit den 1990er-Jahren zunehmend – minimal invasive (MIS) wie z. B. die minimal invasive und muskelschonende Operationsmethode von vorne (AMIS-Methode). Ganz neu ist das Verfahren eigentlich nicht, denn schon in den 1950er Jahren wurden Vorläufer des speziellen Verfahrens erprobt. Neue, verbesserte Materialien und der Trend zu Operationsverfahren ohne große Schnitte hat minimal invasive Techniken auch in der Hüftchirurgie aufleben lassen.
Die schonende Lagerungstechnik auf einem speziellen Tisch, moderne chirurgische Instrumente und gut angepasste künstliche Hüftgelenke machen es heute möglich, viele Hüftgelenksoperationen über einen kleinen Hautschnitt, ohne Verletzungen der Muskeln und Nerven, durchzuführen. Der in Vollnarkose oder Spinalanästhesie („Kreuzstich”) durchgeführte Eingriff dauert rund ein bis zwei Stunden.
Die Vorteile von AMIS liegen auf der Hand:
Allerdings erfordert die Operation einen besonders sorgfältigen und vorsichtigen Umgang mit tieferliegenden Gewebestrukturen, wobei Geschicklichkeit und Erfahrung des Operateurs eine wichtige Rolle spielen, denn die Schwierigkeit bei muskelschonender Hüftchirurgie besteht in der Aufgabe, trotz eingeschränkter Übersicht recht große Metallteile durch eine möglichst kleine Öffnung richtig zu positionieren. Die Kleinheit des Operationsgebietes kann die Gefahr von Verletzungen der Gefäße bzw. Fissuren am Schaft des Oberschenkelknochens erhöhen.
„Mit der muskelschonenden AMIS-Hüftoperation kann ich meinen Patienten ein erprobtes Verfahren anbieten, das sehr viele überzeugende Vorteile hat und aus meiner Erfahrung den anderen Operationsmethoden für ein künstliches Hüftgelenk deutlich überlegen ist” sagt der Wiener Orthopäde Dr. Alexander Zembsch, der nach dieser Methode seit mehreren Jahren regelmäßig operiert und AMIS für mehr als 95% aller Hüft-Patienten verwendet.
http://www.amis-hüftoperation.at
Nur geringe Schmerzen nach der Operation, da der Heilungsschmerz und die Vernarbung der Muskulatur nicht stattfinden. Die unterbliebene Durchtrennung, Einkerbung Quetschung oder Ablösung von für das Gehen und Stehen wichtigen Muskeln und Sehnen verhindert ein Hinken, wie es sonst nach Hüftoperationen häufig zu beobachten ist.
Die Methode ist mit einem geringeren Blutverlust und einem nur sehr geringen Risiko einer Nervenschädigung verbunden. In den meisten Fällen lässt sich auch eine Verlängerung des operierten Beines vermeiden. Schnelle Mobilisation: Bereits am ersten Tag nach dem Eingriff ist Aufstehen und Sitzen, selbstständige Körperpflege und Toilettenbenützung, zwischen dem ersten und fünften postoperativen Tag mit physiotherapeutischer Hilfe Gehen und Stiegen steigen, nach fünf bis acht Tagen die Entlassung aus dem Krankenhaus möglich. Die Dauer der notwendigen Heilgymnastik und Gangschulung fällt kürzer aus.
Stützkrücken sind nur mehr für rund drei Wochen nach dem Eingriff notwendig, es wird schneller ein natürliches Gangbild erlernt. Alltagstätigkeiten wie z. B. Autofahren können schon nach drei bis vier Wochen wieder ausgeübt werden.
Sport betreiben wie z. B. Wandern, Golf oder Tennis spielen, Radfahren usw. ist bereits nach sechs bis acht Wochen erlaubt. Die rasche Mobilisation verkürzt die Rehabilitationsphase, die auch ambulant stattfinden kann. AMIS reduziert massiv das Risiko des Ausrenkens (Luxation) des künstlichen Gelenks.
Zurück bleibt eine kaum auffällige Narbe mit einer Länge von sechs bis neun Zentimetern. Sie behindert – anders als nach langen Schnittführungen – eine Seitenlage auf der operierten Hüfte nicht.
1 von 2 23.11.2010 09:28
AMIS: Früher wieder mobil durch optimal schonende Hüftchirurgie
AMIS: nicht immer möglich
Nach Ansicht von Prof. Kotz, Ordinarius der Wiener Orthopädischen Universitätsklinik, sehen die idealen Kandidaten für diese „Anterior Minimally Invasive Surgery” so aus: jünger, aktiv, sportlich ambitioniert, in guter körperlicher Kondition, rasch wieder auf den Beinen sein wollend sowie alle, die sich bewusst und proaktiv eine minimalinvasive Hüfte wünschen (Quelle: Jatros, Fachzeitschrift für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rheumatologie, Sonderdruck aus 3/2009).
Schwere Stellungsfehler, ausgeprägte Deformitäten, eine sehr fortgeschrittene Osteoporose, stattgehabte Umstellungsosteotomien und Voroperationen an der Hüfte können einer Anwendung der AMIS-Methode entgegen stehen.
AMIS Referenzzentren
AMIS wird bereits in vielen Teilen Österreichs als Operationsmethode eingesetzt:
http://www.vivamed.at/patienteninfo/referenzzentren/
Autorin: Dr. Gabriela Gerstweiler
Artikel zu: Gelenkleiden
19.11.10